22. Februar 2010 von Klartext

Was wir heute lesen

«Wir fühlen uns verraten und verkauft» | work Zeitung
Einen Ausbau ihrer Presseagentur hatte man den Journalisten versprochen – und neue Visitenkarten. Stattdessen erhielten sie den blauen Brief.

Der Kampf um den NZZ-Verwaltungsrat ist eröffnet | medienspiegel.ch
Nun wissen wir’s: Nicht Philippe Gaydoul, wie an dieser Stelle spekuliert, sondern Alex Seidel und Urs Ledermann heissen die Kandidaten der «Freunde der NZZ» für den NZZ-Verwaltungsrat.

BBC sagt: Social Media muss sein | bernetblog.ch
Der neue Chef von BBC World Services nimmt kein Blatt vor den Mund: Social Media muss sein. Twitter, Facebook und Blogs verändern Recherche, Publikation und Geschwindigkeit.

«Es gibt eine Bereitschaft, im Netz zu zahlen» | sueddeutsche.de
Peter Sunde über sein Bezahlsystem Flattr und seine Erfahrungen bei der Tauschbörse The Pirate Bay.

20. Februar 2010 von Bettina Büsser

Plauderfreunde

Meinen es die “Freunde der NZZ” es wirklich freund-lich? In ihrem Newsletter haben sie jetzt ausgeplaudert, die NZZ-Gruppe habe für die Übernahme der Basler Zeitung Medien 80 Millionen Franken geboten, dazu hätte die NZZ-Gruppen Schulden der BZM in der Höhe von 120 Millionen Franken übernommen. Der BZM-Kaufpreis hätte also 200 Millionen betragen (Zwischenfrage: Was haben wohl Tito Tettamanti und Martin Wagner bezahlt?).
Weiter plaudern die “Freunde der NZZ” aus, die NZZ-Gruppe habe im Herbst “mehrere ihrer wertvollsten Liegenschaften in einer Art Auktionsverfahren unter Zeitdruck auf den Markt werfen” wollen, darunter das “Salomon Gessner”-Haus (Gründungshaus der NZZ), das “Conti”-Gebäude an der Dufourstrasse sowie Wohnhäuser an der Seefeldstrasse – “insgesamt im Wert von rund CHF 80 Millionen Franken”.
Die liebe “Freunde” zeigen sich nun erfreut darüber, dass die beiden Vorhaben nicht mehr weiter verfolgt werden. Offen bleibt, ob sich die NZZ-Gruppe und ihr Verwaltungsrat darüber freuen, dass die “Freunde” ihre Freude – und ihre Informationen – öffentlich gemacht haben.

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16. Februar 2010 von Bettina Büsser

25 Kündigungen bei der “Blick”-Gruppe

25 Personen verlieren ihre Stelle, zwei Freie ihre Fixa und drei MitarbeiterInnen werden frühpensioniert – das, so meldet Ringier, ist das Resultat der Zusammenlegung von “Blick”, “Blick am Abend”, “SonntagsBlick” und “blick.ch” im Newsroom, der ab der zweiten Märzwoche funktionieren soll. Von den Kündigungen besonders betroffen ist die Produktion; zwei Drittel der Gekündigten kommen aus diesem Bereich.
Der “Blick”-Newsroom zeigt: Die Befürchtung von RedaktionsmitarbeiterInnen, ein Newsroom sei in erster Linie eine Strategie, um Stellen abzubauen, sind nicht von der Hand zu weisen. Auch wenn Ringier es in der Medienmitteilung natürlich schöner formuliert: “Durch die Zusammenführung der Redaktionen (…) sowie schlankerer Arbeitsabläufe entstehen Synergien, die zum Abbau von
insgesamt rund 22 Mitarbeitervollzeitstellen führen”.
Noch schöner gestaltet hat Ringier übrigens den Titel der Medienmitteilung. Von Kündigungen ist da nicht die Rede, es heisst ganz simpel “Personalplanung für Integrierten Newsroom abgeschlossen”. So geht das.

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15. Februar 2010 von Nick Lüthi

Presserat: «Blick» verletzt Privatsphäre

Wir haben es im letzten Sommer vorausgesagt, nun ist es soweit. Mit seiner Artikelserie zu einer Gemeindeangestellten, die sich in ihrer Freizeit in Sado-Maso-Posen ablichten liess, hat der «Blick» gegen Ziffer 7 der «Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten» verstossen und damit die Privatsphäre der betroffenen Frau verletzt. Zu diesem Schluss kommt der Presserat. Das Selbstkontrollorgan hat am 7. Januar die Beschwerde einer Privatperson gegen die identifizierende Berichterstattung der Boulevardzeitung gutgeheissen.

15. Februar 2010 von Nick Lüthi

Was wir heute lesen

Wozu noch Journalismus? | Stefan Niggemeier
Eigentlich müssten La-Ola-Wellen von Journalisten durch das Land schwappen, vor lauter Begeisterung darüber, wie das Internet ihre Arbeit erleichtert und verbessert und ihre Möglichkeiten  potenziert hat. Das Gegenteil ist der Fall. Die Online-Welten werden abgetan und belächelt, als Heimat für Betrüger und Perverse denunziert (..).

“Medien verbreiten oft nur Propaganda” | Medien Monitor
Jedes Jahr veröffentlicht das Project Censored 25 brisante, aber in den US-Medien nicht veröffentlichte Geschichten. Professor Peter Phillips leitete das Projekt an der kalifornischen Sonoma State University von 1996 bis vor wenigen Wochen. Weltweit, sagt Phillips, sei die Wahrheit zunehmend in Gefahr. Journalisten und ihre Geschichten würden immer häufiger beeinflusst.

Ringier sattelt auf Google Apps um | Blog Handelsblatt
Der Schweizer Verlag Ringier führt im gesamten Konzern Google Apps in der kostenpflichtigen Unternehmensversion ein und ersetzt damit seine Microsoft-Architektur. Neben einer deutlichen  Produktivitätssteigerung erhofft sich Ringier eine Kostenersparnis von rund einer Million Schweizer Franken pro Jahr.

Journalismus im Hause Ringier (4) | Ronnie Grob
Frank A. Meyer lobt die Berichterstattung der deutschen Medien zur Steuersünder-CD, “Das ist ein Klassenunterschied zu den meisten Schweizer Printmedien.” Welche Schweizer Printmedien er da wohl meint? Vielleicht das Medium aus dem Ringier-Verlag namens “Blick”, das ihm die Plattform bietet zu seinen Aussagen?

Aktuelles Heft

Ausgabe: 4 | 2010 Die Themen:
  • Heller, der Heftlimacher
  • Service Zukunft mit SR DRS
  • Bilderstreit, nächste Runde