25. Februar 2011 von Jennifer Zimmermann

Aus dem Beruf: Max Küng

Max Küng ist seit zehn Jahren redaktioneller Mitarbeiter beim «Magazin» des «Tages-Anzeigers». Schreiben könne man nur bedingt lernen, sagt er, Journalistenausbildungen brauche es aber dennoch.
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17. Dezember 2010 von Reto Beeler

Aus dem Beruf: Elif Erisik

Ob vor der Kamera oder hinter der Kamera, Hauptsache Fernsehen. Programmchefin vom neuen Jugendsender Joiz über Ausbildung, Kamerapreise und das Dasein als Mädchen für alles.

Finden sie, dass die Qualität des Fernsehens abgenommen hat?

Das Fernsehen verändert sich. Was früher ein ganzes Team erledigt hat, macht heute oft nur noch einer, also ein VJ. Trotzdem finde ich die Qualität immer noch gut. Sie ist einfach anders. Fernsehen ist heute viel innovativer, weniger elitär. Heute ist alles erschwinglich geworden. Jeder kann sich eine qualitativ gute Kamera leisten, Filme drehen oder einen Video-Blog machen. Wenn jemand gut ist darin, hat es auch Qualität.
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3. Dezember 2010 von Ursin Tomaschett

Aus dem Beruf: Pit Wuhrer

Von Pit Wuhrer ist bislang in keiner Publikation ein Foto erschienen. Das solle - sic! - auch so bleiben.

Der langjährige Auslandsredaktor der WOZ über die Realität auf dem Arbeitsmarkt und den Erfolg der linken Wochenzeitung.

Was würden sie heute als erstes tun, wenn Sie eine Journalismus-Ausbildung abgeschlossen hätten?

Mich sofort nach einem anderen Job umsehen. Es gibt viel zu viele junge Menschen, die “irgendwas mit Medien” zu tun haben wollen – und viel zu wenige halbwegs anständig bezahlte Arbeitsplätze. Oder ich würde mich bei politisch unabhängigen Redaktionen bewerben, für die journalistische Beiträge mehr sind als nur Lückenfüller zwischen den Anzeigen.

Was muss angehenden Journalisten heutzutage unbedingt vermittelt werden?

Zuallererst die Frage nach dem «Warum». Wer tut was aus welchen Gründen? Und dann: Nichts glauben. Alle Fakten prüfen, keine Verlautbarungen abschreiben, selber recherchieren. Der grosse Sozialreporter Max Winter umschrieb das einmal so: «Die ungesündeste Luft für den Berichterstatter ist die Redaktionsluft.

Die WoZ gehört zu den wenigen Publikationen, die derzeit keinen Grund für Katzenjammer hat. Warum?

Immer mehr Menschen haben genug vom kurzatmigen News- und Lifestyle-Journalismus. Sie wollen die Welt verstehen, was nur mit gut geschriebenen Hintergrundanalysen, sachkundig geführten Interviews und ausführlichen Reportagen funktioniert.

Inwiefern muss eine meinungsmachende Zeitung wie die WOZ am Ball bleiben, um attraktiv zu bleiben respektive noch attraktiver zu werden?

Auch die WOZ muss sich immer wieder neu erfinden – durch das neue Layout zum Beispiel oder durch den geplanten neuen Webauftritt, der mehr Aktualität und Interaktion erlaubt. Was offenbar bei der WOZ goutiert wird, ist dass sie kein Wischi-Waschi-Blatt ist, sondern Haltung hat. Trotzdem knallt sie ihren LeserInnen die WOZ-Meinung nicht vor den Latz, sondern versetzt sie in die Lage, sich selber eine Meinung zu bilden.

Pit Wuhrer wurde am Bodensee geboren. Er studierte in Konstanz und Liverpool. Später arbeitete er unter anderem als Dozent an der HTWG Konstanz und war zu Beginn der Achtzigerjahre Mitbegründer des Konstanzer Stadtmagazins “Nebelhorn”. Seit Mitte der achtziger Jahre schreibt er als freier Journalist für verschiedene deutschsprachige Zeitungen und Zeitschriften. Für die WOZ ist er seit 1991 als Auslandsredaktor tätig.
26. November 2010 von Antonio Haefeli

Aus dem Beruf: Bernhard Raos

Nanotechnologie, Renditekiller, Design oder Milchgenossenschaft: Bernhard Raos schreibt seine Artikel zu den unterschiedlichsten Themen – oft als freier Journalist, aber auch als ständiger Mitarbeiter etablierter Magazine.

Fühlen sie sich als freier Journalist wirklich frei?
Freier als viele meiner angestellten Kollegen. Wobei die “Freiheit” immer auch ein Spiegelbild der Marktsituation ist: Aufträge abzulehnen, kann man sich in der  strukturellen Krise, in der wir stecken, eigentlich nicht mehr leisten.

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19. November 2010 von Philippe Wenger

Aus dem Beruf: Daniel Ammann

Recherchieren, Nachfragen, Dranbleiben: Der Investigativ-Journalist Daniel Ammann hat früh zu seiner Leidenschaft gefunden. Ammann arbeitet als freischaffender Autor und glaubt nicht mehr alles, nur weil es alle Medien gleichzeitig behaupten.


Wie kommt man als investigativ arbeitender Journalist an Themen?

Wenn man fair und präzise arbeitet, dann vertrauen die Leute einem mit der Zeit. Man kann mir Dinge sagen, die nicht sofort in der Zeitung stehen. Ich lasse auch off-the-record-Informationen gelten; ansonsten würde man sich viel verbauen. Und man muss aufkommende Themen beobachten und grübeln und hartnäckig sein.

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Aktuelles Heft:

EDITO Ausgabe: 3 | 2017
  • Philipp Cueni beschimpft zum Abschied das Publikum
  • Oliver Meiler erklärt die «Chronaca nera»
  • Pascal Hollenstein begründet die grauen Seiten in «Luzerner Zeitung» und «Tagblatt
  • Elsbeth Gugger hofft, dass der «Correspondent» nicht das Vorbild der «Republik» ist
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