11. Juli 2007 von Klartext

Transparenz à la NLZ

hs./ Bei der „Neuen Luzerner Zeitung“ – im Besitz der NZZ-Gruppe – pflegt man immer wieder einen überraschenden Umgang mit Transparenz und Aktualität. Ein Beispiel: Ende März veröffentlichen Ringier und die NZZ-Gruppe gleichentags ihre Jahreszahlen. Am folgenden Tag berichtet die NLZ auf einer Dreiviertelseite über den Ringier-Erfolg: bestes Jahr in der Firmengeschichte, markant mehr Umsatz, markant mehr Gewinn, nun 67 Millionen. Gerade einmal elf Zeilen verliert man über die NZZ-Gruppe: Gewinnrückgang um 8,2 auf 13,6 Millionen. Und dann folgt noch der Satz: „Den Gewinn ermöglichten die Töchter LZ-Medien-Gruppe und Tagblatt-Medien.“ Ungeschminkter formulierte es die „SonntagsZeitung“ Mitte Januar: „Die ‚Neue Luzerner Zeitung‘ dient der NZZ als Cashcow. Der Chefredaktor des Tochterblatts spart mit harter Hand.“ Dieser Artikel hatte damals in der NLZ-Gruppe Empörung und heisse Köpfe ausgelöst.

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