9. März 2011 von Klartext

Ab April: Edito & KLARTEXT

Die Schweizer Medienlandschaft hat sich in den letzten Monaten und Jahren stark verändert und sie verändert sich weiter. Um diesen Wandel zu beschreiben und verständlich zu machen, sind fundiert recherchierte Hintergründe und Analysen wichtiger denn je. Seit 30 Jahren begleitet KLARTEXT die Entwicklungen in der Branche professionell und gibt als ältestes Medienmagazin der Schweiz den Journalistinnen und Journalisten eine starke Stimme. Angesichts des beträchtlich gestiegenen Angebots an Publikationen, die sich an Medienschaffende richten, setzt KLARTEXT auf eine Partnerschaft, um weiterhin bestehen zu können.
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1. März 2011 von Klartext

Inhalt Nr. 1/2011

Editorial: Klartext und das Medienmagazin Edito spannen zusammen

Gespräch: Der Schaffhauser Verleger Norbert Neiniger zu Google, Kooperationen und seine neue Sonntagszeitung

Presseförderung: Der indirekte Sündenfall

Medien und Facebook: Reichweite «gefällt mir»

25. Februar 2011 von Jennifer Zimmermann

Aus dem Beruf: Max Küng

Max Küng ist seit zehn Jahren redaktioneller Mitarbeiter beim «Magazin» des «Tages-Anzeigers». Schreiben könne man nur bedingt lernen, sagt er, Journalistenausbildungen brauche es aber dennoch.
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22. Februar 2011 von Daniel Goldstein

Was erzählen wir heute?

«Ich glaube, der Sinn der Literatur liegt nicht darin, dass Inhalte vermittelt werden, sondern darin, dass das Erzählen aufrechterhalten wird.» Ob die Literaturwelt diese Einschätzung Peter Bichsels teilt oder nicht: Heute verhalten sich viele Medienschaffende so, als gälte der Satz auch für den Journalismus. Noch kaum eine Journalistengeneration ists her, da wars gerade umgekehrt: Inhalte zu vermitteln, war das A und O, erzählen war geradezu verpönt.
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5. Januar 2011 von Bettina Büsser

De Wecks schwierigste Aufgabe

Roger de Weck ist ein Übermensch. Jedenfalls in den Augen einiger VertreterInnen der Schweizer Bevölkerung. Wie anders lässt sich erklären, dass sie die Handschrift des SRG-Generaldirektors erkennen wollen, wo er a) nichts geschrieben hat und b) nichts zu schreiben hat?

Konkret: Im „Club“ von SF wurde am Dienstagabend über das Thema Angst diskutiert, am Mittwoch erschien auf newsnetz.ch eine Sendungskritik dazu. In der Kritik wurde auch kurz die SVP und „ihre aggressive Propaganda“ erwähnt, was natürlich zu einer Flut von Online-Kommentaren führte. Die üblichen Verdächtigen gaben dort die üblichen Sprüche gegen „demagogische Ultralinke“, gegen „die Angstmacherei der SVP“ etc. von sich – wie immer, wenn es newsnetz.ch schafft, das Stichwort SVP in einem Artikel unterzubringen (und newsnetz.ch schafft das erstaunlich häufig). 

Also alles wie immer? Nicht ganz. Denn da spukte neu Roger de Weck durch die Kommentare: „Das war ein schöner Einstieg in das SVP-Bashing von De Weck. Früher machte er es persönlich, jetzt lässt er seine Leute die Arbeit machen“, schrieb etwa Manuela Lindenmann, und Daniel Graf erkannte: „Das ist das neue Zeitalter De Weck.“ In der Wahrnehmung von Lindenmann, Graf und anderen hat es Roger de Weck also geschafft, während seiner ersten Arbeitstage als SRG-Generaldirektor gleich den „Club“ zu unterwandern und zu bestimmen. Ein Übermensch, fürwahr. Zumal er ja als SRG-Generaldirektor zwar die SRG leitet, nicht aber das Programm von SF.

Man könnte über diese verschwörungstheoretischen Äusserungen lachen. Doch sie zeigen ein Problem, mit dem de Weck umgehen werden muss: Da er als „Linker“ (hüstel) und „Euro-Turbo“ gilt, wird ein Teil des TV- und Radiopublikums ihn für alles verantwortlich machen, was diesem Publikum politisch gegen den Strich geht. Fällt also in der „Tagesschau“ das Wort EU, steckt „Euro-Turbo“ de Weck höchstpersönlich dahinter, wird auf DRS1 ein Aufruf von Franz Hohler erwähnt, hat diese „linke Hetze“ sicher de Weck organisiert.

Und es wird nichts nützen, wenn de Weck wieder und wieder betont, dass für die Inhalte der SRG-Programme deren jeweilige LeiterInnen verantwortlich sind. Denn diejenigen, die de Weck heute schon im Programm erkennen, werden von dieser (Wahn-)Wahrnehmung nicht lassen wollen.

Aktuelles Heft:

EDITO Ausgabe: 1 | 2017
  • Cannabis macht "Denver Post" froh
  • "L'Hebdo"-Einstellung schockt Romandie
  • Vertrauensfrage beschäftigt JournalistInnen
  • Project R wird Briefempfänger
  • "LandLiebe" präsentiert die schönste Schweiz
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