11. Juli 2007 von Klartext

Neuer Anlauf bei der Presseförderung

hb./ Die Staatspolitische Kommission des Nationalrats (SPK) setzt zu einem weiteren Anlauf für eine indirekte Presseförderung an. Kommissionssekretär Martin Graf hofft, bis Ende 2006 einen Vorschlag vorlegen zu können, damit ein Jahr später, wenn die bisherige Presseförderung ausläuft, ein neues Modell in Kraft gesetzt werden kann. Derzeit bezahlt der Bund 80 Millionen Franken jährlich für die Verbilligung des Zeitungsvertriebs an die Post. Der Wirbel, den kleine und mittlere Verleger sowie die Mitgliederpresse veranstaltet haben, nachdem Bundesrat Leuenberger diese Subvention ersatzlos abschaffen wollte und dabei von Verlegerpräsident Lebrument sekundiert wurde (Klartext 1/2006), war offenbar wirkungsvoll: Die Räte erteilten der SPK den Auftrag, nochmals einen Entwurf vorzulegen. Nachdem die direkte Presseförderung von den Räten verworfen worden ist, steht nun ein vom Verlegerverband mit der Post diskutierter Vorschlag für eine zweistufige indirekte Förderung im Vordergrund: Unterstützung für alle Titel plus Zusatzunterstützung für Titel mit kleiner Auflage.

11. Juli 2007 von Klartext

Ausbildung: Kleine gehen leer aus

nil./ 70’000 Franken ans Bein streichen muss sich das Medienausbildungszentrum MAZ, 50’000 Franken sein Westschweizer Pendant CRFJ. Auch der Beitrag für die Ausbildungsinstitution der werbefreien Radios, klipp & klang, wird dieses Jahr vom Bundesamt für Kommunikation um einen Fünftel gekürzt. Ganz leer aus gehen zahlreiche kleine Kursanbieter, die in den vergangen Jahren jeweils vom Bakom mit vier- bis fünfstelligen Beträgen unterstützt wurden. Auslöser der Streichungsaktion war Jean-Frey-Chef und FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger. Er brachte im vergangenen Herbst einen Antrag durch, mit dem der Bakom-Kredit im Bereich Aus- und Weiterbildung um eine halbe Million gekürzt wurde.
„Wir haben uns bewusst entschieden, die Mittel zu konzentrieren“, erklärt Jost Aregger, beim Bakom zuständig für das Dossier. Mit der Subventionierung der drei grossen Journalismus-Schulen könne die Kontinuität ihres Angebots gewährleistet werden. Ausserdem liege deren Schwerpunkt auf dem Bereich Informationsjournalismus, so Aregger weiter. „Das war für uns inhaltlich ein ausschlaggebendes Kriterium.“ Im Hinblick auf die Beratungen für das Budget 2007 wolle sich das Bakom dafür einsetzen, dass die gestrichene halbe Million wieder in den Haushalt aufgenommen werde.
Die Bakom-Kürzungen haben konkret wahrnehmbare Auswirkungen: Das MAZ streicht – in Absprache mit dem Verband Schweizer Privatradios VSP – einen zehntägigen Fachkurs Radiojournalismus, eine Einstiegshilfe für neue RadiomitarbeiterInnen.

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